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www.aloe-vera-infoweb.de

www.gesundheit.de/static/themen/special/sonstige/aloe_vera.html

www.verbraucher.de/download/aloevera.pdf

www.aloeforum.at/wirkstoffe.asp

www.nutrionforlife.com/Europe/pdfs/DE/data/AloeveraJuiceDataSheet.pdf

wwww.naturkost.de/aktuell/sk9806g1.htm

 


Als Hauptwirkstoff gilt das Polysaccarid Acemannan, das beim Menschen nur bis zur Pubertät vom Körper selbst gebildet wird. Das langkettige Kohlenhydrat ist ein wichtiger Baustein, der in die Zellmembranen eingelagert und die Immunabwehr funktionieren lässt. Außerdem ist der Mehrfachzucker Grundgerüst für die Knochen, wichtig für die Darmflora und er soll helfen, allergieauslösende Fremdproteine abzuführen.

Insgesamt soll das Blattmark der Aloe Vera etwa 160 Wirkstoffe enthalten, darunter zahlreiche Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe, Aminosäuren, ätherische Öle und die schmerzstillende Salicylsäure. Äußerlich kann der Aloe-Vera-Saft u.a. bei leichten Verbrennungen, Sonnenbrand etc. angewendet werden. Als Lebensmittel wird der "Wüstenlilie" eine positive Beeinflussung vieler Zivilisationskrankheiten nachgesagt: Sie soll die Darmflora regenerieren und bei Verdauungsstörungen, Allergien, Asthma, Pilzerkrankungen und Diabetes wirken, wird aber auch in der Krebs- und AIDS-Therapie eingesetzt, um die Abwehrkräfte zu mobilisieren. In der ayurvedischen Gesundheitslehre wird die Aloe-Vera-Pflanze zur Leberregeneration verwendet.

Klinische Untersuchungsergebnisse erbrachten bisher aber allenfalls vage Anhaltspunkte, so ist in Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO eine eindeutig positive Wirkung auf die Haut dokumentiert. Positive Effekte auf das Immunsystem können angenommen werden, da insbesondere verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen eine immunmodulatorische Wirkung nachgesagt wird.

Heilungsversprechungen insbesondere bei ernsten Krankheiten sollte aber in jedem Fall mit Vorsicht begegnet werden. Dies umso mehr, als eine Überdosierung durchaus zu schweren Nebenwirkungen führen kann, wie eine Dokumentation der amerikanischen Lebensmittel- und Gesundheitsbehörde (FDA) belegt. Schwangere oder stillende Frauen werden ebenfalls vor der Einnahme gewarnt, da Aloe-Vera-Saft Wehen auslösen kann.

 


Aloe-Vera-Drinks

Aloe-Vera-Getränke müssen zu den Nahrungsergänzungsmitteln gerechnet werden, die innerhalb weniger Jahre größte Popularität erfahren haben. Auch viele medizinische und kosmetische Produkte enthalten Extrakte dieser Pflanze, die vielfach als "Wundermittel" angepriesen wird. Die Aloe Vera ähnelt einer Agave, gehört aber zur Familie der Liliengewächse wie Zwiebel oder Knoblauch. Ihre ursprüngliche Heimat ist umstritten, vermutet wird die subtropische Wüstenregion der arabischen Halbinsel. Heute wird die Pflanze in vielen Regionen rund um den Globus angebaut, die marktführenden Lieferanten befinden sich aber in den USA und in Mexiko.

Von den etwa 300 Arten gilt die Aloe Vera barbadensis miller als die wirkungsvollste; als Aloe Vera im eigentlichen Sinne bezeichnet man das gelartige Innere der bis zu einem Pfund schweren fleischigen Blätter, das auch die wertvollen Inhaltsstoffe enthält. Nur noch selten wird das reine Pflanzengel von Hand ausgeschält, meistens werden die Blätter heute maschinell filetiert, indem sie in zwei Hälften geteilt werden und das durchsichtige Gel durch eine Art Kaltpressverfahren herausgelöst wird. Die Weiterverarbeitung muss binnen weniger Stunden geschehen, um den Verlust der hoch oxidationsempfindlichen Wirkstoffe möglichst gering zu halten. Da die genauen Verarbeitungs- und Stabilisierungsverfahren von den Herstellern oft als Betriebsgeheimnis gehütet werden, existieren bei den auf dem Markt befindlichen Saft- und Gelprodukten enorme Qualitätsunterschiede. Eine gewisse Hilfe kann das Gütesiegel des "International Aloe Science Council" (I.A.S.C.) sein. Es soll eine bestimmte Qualität sichern und schreibt eine genaue Angabe des Aloegehaltes in den Produkten vor. Es empfiehlt sich auch auf einen biologischen Anbau der Pflanzen in Mischkultur und eine Verarbeitung ohne Zusatzstoffe und Konservierungsmittel zu achten. Der konventionelle Anbau setzt auf eine möglichst hohe Saftausbeute, die nur in großen Monokulturen unter Einsatz von Kunstdüngern und Pestiziden möglich ist.

Manche schwören auf die Wirkstoffe des Aloe-Vera-Gels direkt aus dem Frischblatt, das man gelegentlich auch in Deutschland bei verschiedenen Anbietern kaufen kann. Bei kühler Lagerung soll es sich mehrere Monate halten. Das Mark wird aus einem Blattstück herausfiletiert und mit beliebigen Fruchtsäften vermischt.

 


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