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Die Banane (Musa paradisica) mit ihren Kulturformen ist die am häufigsten angebaute tropische Frucht; bei der Weltproduktion an Früchten steht sie an dritter Stelle nach Citrusfrüchten und Weintrauben. Obwohl die Anbauländer häufig unter Überproduktion leiden, spielt die Verarbeitung zu Püree oder Getränken nur eine untergeordnete Rolle.
Die Saftausbeute ist bei Bananen äußerst gering; man gewinnt nur ca. 16 % (während z.B. aus Ananas um die 72 % Saft hergestellt werden können). Durch Anwendung bestimmter sog. pektolytischer Enzyme kann die Ausbeute aber auf bis zu 80 % gesteigert werden.
Während reiner Bananensaft nur einen sehr geringen Marktanteil hat, wird die aufbereitete Pulpe (Bananenpüree vermischt mit Wasser und Citronensäure) häufig anderen tropischen Fruchtsäften und Fruchtsaftgetränken beigemischt. Dies gilt im Wesentlichen auch für die Bio-Branche, wo Bananensaft ebenfalls hauptsächlich Kindersäften oder tropischen Mehrfruchtsäften beigemengt wird. Bananensaft und -mark eignen sich auch gut zur Herstellung schmackhafter und leicht verdaulicher Milchmixgetränke (Bananenmilch etc.), die von Kindern häufig lieber als pure Milch getrunken und gut vertragen werden (sofern keine generelle Milchunverträglichkeit vorliegt).
Bananensaft schmeckt vergleichsweise süß (ca. 18 % Gesamtzucker; im Vergleich dazu Apfelsaft: ca. 10-13 %); der hohe Fruchtzuckergehalt macht Bananensaft zu einer hochwertigen Aufbaukost für Kranke mit mangelhaftem Appetit und Menschen mit erhöhtem Energiebedarf.
Der Gehalt an Kalium (ca. 390 mg/100g) übertrifft nicht alle anderen Obst-, sondern auch viele Gemüsesäfte. Der hohe Basenüberschuss wirkt der Übersäuerung entgegen (vgl. Säure-Basen-Haushalt). Unter den Vitaminen ist vor allem der Gehalt an ß-Carotin erwähnenswert.


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