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http//:www.novamex.de/nnb/phytamine/grapefruit.html

1. Herzog A., Daniel H.: Einfluss nichtnutritiver Inhaltsstoffe des Grapefruitsaftes auf Bioverfügbarkeit und Wirkung von Medikamenten. Aktuel Ern Med 25 (2000) S. 205-208.

2. Hofmann L.: Wechselwirkungen zwischen Nahrungs- und Arzneimitteln. Ernährung im Fokus 1 (2001) S. 254-259.

3. Bailey DG et al.: Grapefruit juice and drugs ? how significant is the interaction. Clin Pharmacokinet 26 (1994) S. 91-98.

 


Grapefruitsaft

Die Stammfamilie der Grapefruit (Citrus Paradisii) ist vermutlich die aus Westindien stammende Pampelmuse (Citrus Maxima). Es existieren helle (gelbfleischige) und rosafarbene Typen. Beide Gruppen werden für den Frischverzehr heute zum Teil samenlos gezüchtet.

Direktsaft wird aus baumgereiften Früchten gewonnen und zum Teil noch im Ernteland gepresst. Moderne Direkt-Pressverfahren versuchen es zu vermeiden, dass Schalenbestandteile (enthalten u.a. Öle und ausgeprägte Bitterstoffe) in den Saft gelangen, indem die Frucht vor dem Pressen nicht wie bei dem klassischen Verfahren halbiert, sonders als Ganze durchbohrt und "ausgesaugt" wird. Verschiedentlich ist es noch üblich, den anfallenden Pressteil durch Auswaschen mit Wasser zu extrahieren, um die Saftausbeute zu erhöhen ("Pulpe-Wasch").

 


Grapefruitsaft ist ähnlich wie Orangensaft verhältnismäßig reich an Vitamin C (ca. 30 - 40 mg/100 ml), er enthält weiter die Vitamine A, B1, B2 sowie Niacin; an Mineralstoffen enthält er Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium sowie Eisen; der Zuckeranteil ist mit etwa 8 - 9 g je 100 ml etwas geringer als im Orangensaft.

Der erfrischende Saft mit der je nach Sorte mehr oder weniger ausgeprägten "bitteren Note" unterstützt die Verdauung und regt den Stoffwechsel an, weshalb er vor allem zum Frühstück geschätzt wird.

Für den bitteren Geschmack ist das Flavonoid Naringin verantwortlich, das im Körper durch bakterielle Enzyme zu Naringenin umgewandelt wird. Als weitere bioaktive Inhaltsstoffe des Grapefruitsafts wurden die Flavonoide Quercetin und Kämpferol sowie die Fumarocumarine Bergamottin und Dihydroxybergamottin isoliert, die außer in Grapefruits auch in bestimmten Orangensorten vorkommen.

Ungeachtet der vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkung ist jedoch Vorsicht geboten, wenn gleichzeitig Medikamente eingenommen werden müssen. Aus der Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen wurde für Flavonoide und Fumarocumarine ein starker Einfluss auf die Bioverfügbarkeit zahlreicher oral eingenommener Medikamente gefunden. Das heißt, Grapefruitsaft kann die Verstoffwechselung bestimmter verabreichter Wirkstoffe im Körper beschleunigen oder auch hemmen und so unerwünschte Nebenwirkungen auslösen (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. - Beratungspraxis März 2002).

 


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