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A. Meyer: Das Lexikon der gesunden Ernährung, 3. Auflage, April 2002

 


Die Keimlinge von Sojabohnen, Erbsen und Kichererbsen sollten vor dem Verzehr stets blanchiert werden, da sie schädliche Stoffe enthalten, die durch das Erhitzen vollständig zerstört werden.

Mungbohnen, Linsen, Alfalfa, Rettich und Getreidesamen kann man roh essen.

Eßfertige Keimlinge sollten innerhalb von drei Tagen, aber am besten ganz frisch verzehrt werden, da sie dann am vitalstoffreichsten sind und sich keine Mikroorganismen bilden können.

 


Wo wird gekeimt?

Im Handel gibt es unterschiedliche Keimgeräte aus Plastik oder aus Ton. Aber auch ein einfaches Einweck- oder Marmeladenglas ist ausreichend.

 


Die meisten Keimlinge kann man sehr gut roh über Salate geben oder als Rohkost verzehren.

Sojabohnen verwendet man auch als "vollständiges" Gemüse zur Zubereitung von asiatischen Gerichten.

 


Welche Saaten eignen sich zum Keimen?

Bei Getreide bietet sich Sprießkornweizen, -hafer und -gerste an. Diese erhält man hauptsächlich im Naturkosthandel oder Reformhaus. Sie zeichnen sich durch besonders gute Keimfähigkeit aus.

Aber auch Sojabohnen, Mungbohnen, Erbsen, Kicherbsen, Linsen, Rettich und Alfalfa eignen sich hervorragend zum Keimen.Theoretisch kann man die Samen aller Pflanzen, die eßbare Teile enthalten, zum Keimen verwenden.

 


Keimsaaten enthalten viele Vitamine, allen voran Vitamin C.

Weiterhin haben sie einen hohen Mineralstoffgehalt.

In frischen Keimen findet sich eine hohe Enzymkonzentration, die den Stoffwechsel anregt und die Darmfunktion ünterstützt.

 


Keimsaaten

Schon vor Jahrtausenden haben Ägypter und Chinesen Keimlinge zum Verzehr aufgezogen.

Heute sind die Keimsaaten, auch Sprossen genannt, aus der Vollwerternährung kaum noch wegzudenken.

Im engeren Sinn versteht man unter Keimlingen Jungpflanzen, die sich noch nicht selbst durch Photosynthese versorgen können.

Zum Keimen geeignet sind unbehandelte Getreide-, Kräuter- oder Gemüsesamen.

Manche Samen, wie z.B. Kresse, Leinsamen oder Senf, können nach dem Anfeuchten Schleim absondern. Diese Samen sollte man am besten auf einem flachen Teller o.ä. verteilen und dann drei- bis viermal täglich mit Wasser besprühen. Handelsübliche Keimgeräte sind für solche Samen nicht geeignet, da der Schleim die Schlitze des Keimgerätes verstopfen würde.

 

 


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