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Frische Mangos enthalten etwa 81 % Wasser; der Gesamtzuckergehalt beträgt 12-13 %, der Vitamin-C-Gehalt 25-40 mg/100g (und liegt damit etwa zwischen Äpfeln und Orangen). Bemerkenswert ist der außergewöhnlich hohe Gehalt an Beta-Carotin, der 3 - 5 mg/100 g betragen kann. Mangos übertreffen darin alle anderen Obst- und (mit Ausnahme von Möhren und Spinat) auch die meisten Gemüsearten.

 


Mangogetränke

Die Steinfrucht des aus der indo-burmesischen Region stammenden Mangobaumes (Mangifera indica) gilt als eine der ältesten kultivierten Früchte. Es gibt mehrere hundert Sorten, die sich nach Gewicht, Form (oval bis nierenförmig), Farbe der Fruchtschale (grün, gelb, orangerot) und Geschmack (mehr oder weniger süß) stark unterscheiden. Das Fruchtfleisch ist immer gelb bis gelborange, aromatisch saftig, je nach Sorte unterschiedlich faserig und es neigt zu schnellem Braunwerden. Das Aroma ist gleichzeitig hitze- und oxidationsempfindlich.

Mangos sind nach den Bananen heute die wichtigsten tropischen Früchte. Sie werden heute vor allem in Indien (etwa 75% des Weltanbaus), aber auch in Pakistan, Südafrika, Ägypten, Kenia, Brasilien, Venezuela, Mexiko und Haiti angebaut. Der Frischexport spielt im Welthandel aber nur eine geringe Rolle, weil die reifen Früchte sehr lager- und transportempfindlich sind. Ein Teil der Mangos wird deshalb auch grünreif geerntet und künstlich nachgereift.

Frisch gepresster Direktsaft kommt praktisch nicht in den Handel, die Herstellung von Mangosaftkonzentrat aus der hochviskosen und hitzeempfindlichen Pulpe bedarf einer sehr aufwendigen Technologie. In den Tropen selbst sind vor allem kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke aus Pulpe, Zucker, Wasser und Citronensäure beliebt ("Mango-Squash"), die aus Gründen der Haltbarkeit mit Kaliummetabisulfit versetzt werden.

Exportiert wird vor allem Mangopüree, für das meistens minderwertigere Sorten mit faserigem Fruchtfleisch und säuerlichem Geschmack verwendet werden. Zur Verarbeitung werden aber nur reife bzw. nachgereifte Früchte zugelassen. Unreife Mangos enthalten zu wenig Saft und zu wenig Aroma, während überreife Früchte ebenfalls schlecht schmecken und einen relativ hohen pH-Wert (zum Teil bis 4,5) besitzen, wodurch ein negativer Einfluss auf Qualität und Haltbarkeit gegeben ist.

Die Fruchtpulpe darf nicht mit korrosionsfähigem Metall in Berührung kommen, verwendet werden daher nur rostfreier Stahl bzw. lackierte Dosen.

Mangofruchtmark pur eignet sich hervorragend zum Mischen mit Naturjoghurt oder zur Herstellung von Longdrinks mit exotischer Geschmacksnote. Unter Verwendung von Wasser, Zucker, Citronensäure und zum Teil noch anderen Zusatzstoffen wird das Püree (20 - 30 %) auch zu Mangonektar weiterverarbeitet. Das zugesetzte Wasser darf keine Schwermetalle (insbesondere Eisen) und kein Nitrat enthalten, da diese eine negativen Einfluss auf den Nektar (Bräunung) haben und überdies die Dosenkorrosion beschleunigen. Mangonektar wird heute zunehmend auch in beschichtete Kartonpackungen abgefüllt.

 

 


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