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Als Heimat der Hauspflaumen oder Zwetschgen (Prunus domestica), die relativ eng mit der bei uns wild vorkommenden Schlehe verwandt sind, wird der kleinasiatische Raum angenommen. Neben der blauen Hauszwetschge (Zwetschge, länglich oval), die ziemlich fest und daher gut zum Einmachen geeignet ist, gibt es verschiedene rundliche, gelb, rot, blau oder grünlich gefärbte Pflaumen, Reineclauden und Mirabellen, die im vollreifen Zustand weich und sehr saftig sind. Sie werden als Tafelobst angebaut, zu Konfitüren verarbeitet und spielen auch für die Spirituosenherstellung (Obstbrände) eine große Rolle. Zur Saftbereitung sind Pflaumen und Zwetschgen allerdings nur bedingt geeignet. Sie werden wie Pfirsiche und Aprikosen meist zu pulpehaltigen Nektaren verarbeitet. Aus Trockenpflaumen aufbereitete Getränke ("Pflaumentrunk") haben eine gewisse Bedeutung als mildes Abführmittel erlangt. Der gleiche Effekt ist aber auch mit in Wasser eingeweichten Dörrpflaumen zu erzielen.
Die starke Quellfähigkeit des in den Pflaumen enthaltenen Pektins und der celluloseartigen Bestandteile regt die Darmtätigkeit an, wobei schädliche Nebenwirkungen - wie bei anderen Abführmitteln bekannt - nicht zu erwarten sind. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist stark sortenabhängig und ähnelt denen anderer Steinfrüchte (Pfirsiche, Kirschen). Getränke aus Trockenpflaumen enthalten relativ viel Zucker (ca. 14 g/100 ml).


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