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Quittensaft

Die Früchte der zu den Rosengewächsen gehörenden Quitte (Cydonia oblonga) sind je nach Sorte birnen- oder apfelförmig und haben einen filzigen Belag, der sich leicht abreiben lässt. Die goldgelb leuchtende Schale duftet außergewöhnlich aromatisch und der Duft haftet der gut lagerbaren Frucht noch lange an. In rohem Zustand sind die harten, säuerlich herb schmeckenden Früchte praktisch nicht genießbar, sie können aber zu wohlschmeckenden Fruchtpasten, zu Gelee, Kompott und grundsätzlich auch zu Säften verarbeitet werden.

Für die industrielle Saftverarbeitung spielen Quitten jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Die schwer zu überblickende Sortenvielfalt und fehlende Anbauflächen verhindern homogene Anlieferungen größeren Umfangs. Als Direktsaft sind Quitten zudem meist zu sauer, so dass in der Regel Verschnitte mit säureärmeren Säften oder Fruchtnektare in den Handel gelangen. Einzelne Naturkosthersteller bieten solche Nektare aus Quellwasser, das mit Rohrzucker und Zitronensäure versetzt wird, an. Eine gewisse Bedeutung haben Quittenzubereitungen (insbesondere Samenauszüge) in der Naturheilkunde und -kosmetik.

 


Quitten enthalten reichlich Pektine, Gerb- und Schleimstoffe, die bei Entzündungen der Rachen-, Magen- und Darmschleimhaut reizlindernd wirken und insbesondere bei Durchfallerkrankungen mit gutem Erfolg eingesetzt werden. Weitere wertgebende Inhaltsstoffe sind stark konzentrierte ätherische Öle, Glucoside sowie geringe Mengen an Vitamin C (ca. 13 mg/ 100 g).

 


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