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Sanddornsaft

Der Sanddorn (Hippophae rhamnoides) gehört zur Familie der Ölweidengewächse. Sein Herkunftsraum sind die Flussschotter des Alpenvorlandes und Flugsanddünen, wo er gelegentlich auch zur Befestigung der Böden verwendet wurde. Gewerbsmäßig angebaut wird der Sanddorn heute vor allem in den Balkanländern, der Schweiz und in den ostdeutschen Sandgebieten. Die Ernte der kleinen orangeroten Beeren (bot.: Scheinfrüchte) wird durch die zahlreichen langen Dornen außerordentlich erschwert. Für die kommerzielle Verwertung werden die fruchtbehangenen Zweige abgeschnitten und anschließend bei minus 38°C schockgefrostet. Die Beeren können dann mit Hilfe einer Rüttelmaschine abgeschlagen werden. Die aufwendige Ernte macht den Sanddornsaft relativ teuer. Wegen seines stark sauren Geschmacks wird er meist mit Honig gesüßt oder als Bestandteil von Multivitaminsäften (gerne mit Hagebutte oder sog. ACE-Säften) angeboten.

 


Der besondere Wert des Sanddorns liegt in seinem außergewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalt. Mit Durchschnittswerten von 450 mg/ 100 g wird z.B. Orangensaft um mehr als das Zehnfache übertroffen! Daneben weist Sanddorn noch nennenswerte Gehalte an Beta-Carotin auf.

Sanddornsaft empfiehlt sich daher vor allem bei Vitaminmangelzuständen und Anfälligkeit gegenüber Infektionen sowie allgemeinen Schwächezuständen. Bekannt ist auch die leicht wassertreibende, abführende und stoffwechselanregende Wirkung, die bei Erkrankungen des Bindegewebes und der Ausscheidungsorgane (Nieren, Leber, Galle) hilfreich sein kann.

 


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