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· Schulters, J., Knab, M. (1999): Bierologie.- Nürnberg: Carl, Getränke-Verl.
· Schrot&Korn 1/2001: 9-13 (H. Krautstein)
· www.bierforum.de/fachbegriffe.htm
· www.hanf-natur.de
Neben den marktgängigen, fast überall erhältlichen Biersorten gibt es noch eine Vielzahl an Bierspezialitäten, die oft nur in einer bestimmten ländlichen Region verbreitet sind und fast immer von Klein- und Familienbetrieben stammen.
Trotz des allgemeinen Konzentrationsprozesses im Braugewerbe konnten sich einige dieser Spezialbiere eine treue Verbraucherschicht aufbauen. Dazu zählt das vorwiegend um Bamberg verbreitete Rauchbier, dessen besonderes Aroma auf der Darre durch Befeuerung mit Buchenholz erzielt wird.
Weiterhin werden auch sog. 'Schwarzbiere' als sehr dunkle Lager-, Pils- oder Exportbiere angeboten. Im Geruch und Geschmack sind sie oft betont malzig, gelegentlich auch hopfenaromatisch. Das 'Zoigl' ist eine Spezialität aus der Oberpfalz, das vorwiegend in traditionellen Kellerwirtschaften ausgeschenkt wird.
Zu den unfiltrierten Bierspezialitäten, die neben der Bierhefe auch noch Eiweißstoffe und andere Geschmacksträger enthalten, zählt das vor allem in Franken populäre Keller- oder Zwickelbier. Es kommt überwiegend in Gasthausbrauereien zum Ausschank und gelangt wenig in den Handel. Neben den genannten untergärigen Sorten gibt es auch obergärige Biere, die mit einem gewissen Anteil an Malzen aus Roggen, Dinkel, Einkorn oder Emmer (= alte Sorten des Weizens) gebraut werden.
Hier treten vor allem Öko-Brauereien auf den Plan. Neben dem Roggen-, Dinkel- und Einkornbier findet man im 5-Korn-Urbier neben den beiden Urgetreiden noch Gerste, Weizen und Dinkel. Alle diese Öko-Biere gelangen naturtrüb - also ungefiltert - in die Flasche.
Etwas aus der Reihe fällt das Hanfbier, das wie traditionelles Bier gebraut, aber zusätzlich mit Speisehanf (Hanfblätter und Blüten) gewürzt wird. Herstellung und Vertrieb sind derzeit auch in Deutschland legal, es darf aber nicht unter der Bezeichnung 'Bier' in den Handel gebracht werden. Sein Alkoholgehalt liegt im üblichen Bereich (meist zwischen 4,2 und 5,2 Vol.-%).Der Vollständigkeit halber sollten noch einige ausländische Biersorten erwähnt werden.
Eine auch in Deutschland bekannte englische Sorte ist das Ale, ein obergäriges Bier, das in leicht und stark gehopften Varianten angeboten wird (Alkoholgehalt 4 - 5 Vol.-%).
Weitere Biertypen sind die stärkeren Porter- und die fast schwarzen Stout-Biere.
Darüber hinaus gibt es im Ausland noch eine Reihe sog. 'Fruchtbiere' in den verschiedensten Geschmacksrichtungen (z.B. Himbeere, Pfirsich, Johannisbeere usw.), die meistens säuerlich fruchtig schmecken, aber für Biertrinker hierzulande sicherlich gewöhnungsbedürftig sind.

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