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Tofu ist ein traditionell asiatisches Produkt aus geronnener Sojamilch, das aufgrund seiner Konsistenz auch als Sojaquark oder Sojakäse bezeichnet wird. Naturtofu ist weiß, schnittfest und relativ geschmacksneutral.
Die für die Tofuherstellung verwendete Sojamilch wird durch Kochen der zerkleinerten, gequollenen Sojabohnen mit Wasser gewonnen. Die Sojamilch wird von den nicht löslichen Bestandteilen getrennt.
Diese werden im Japanischen 'Okara' genannt und finden u.a. in der Viehfütterung Verwendung.
Die so gewonnene Sojamilch wird anschließend mit Nigari-Lösung (Meerwasserextrakt aus Japan) oder/und Kalziumsulfat zum Gerinnen gebracht. Je sorgfältiger das Rühren bei der Dicklegung der Sojamilch erfolgt, desto zarter ist der Tofu. Mit der Gerinnung erhält man einen lockeren Eiweißkuchen, den man in druckregulierbare Pressbehälter gibt. Auf diese Weise wird Einfluss auf die Konsistenz des fertigen Tofu genommen. Je stärker der Druck, desto mehr Flüssigkeit tritt aus und desto trockener ist das Endprodukt. Nach dem Pressen wird die Tofumasse in handliche Blöcke geschnitten und in frischem Wasser gekühlt.
Für die Herstellung von Seidentofu wird der Eiweißkuchen nach dem Gerinnungsprozess nicht gepresst, sondern durchgeschlagen. Er hat dadurch einen höheren Wasseranteil und eine sehr feine pastöse Konsistenz.
- schnittfester Tofu (natur)
- Seidentofu (wird auch Softtofu oder Silkentofu genannt)
- weiterverarbeiteter Tofu (z.B. Räuchertofu, Gemüse- und Algentofu sowie eine große Palette an weiterverarbeiteten Tofuprodukten wie Bratlinge, Tofu-Würstchen und Terrinen)
In Tofu sehen viele Allergiker eine gute Alternative zu tierischem Eiweiß.
Kritische Stimmen weisen aber darauf hin, dass bei allzu großzügigem Umgang mit Sojaeiweiß ebenfalls eine ?Unverträglichkeit? bzw. eine ?echte Allergie? auftreten kann. Atopiker sollten ihre Verträglichkeit auf Soja prüfen und das Nahrungsmittel in nicht zu großen Mengen und mit zeitlichen Abständen genießen. Etwa 2-3 Tofumahlzeiten pro Woche entsprechen den gängigen Ernährungsempfehlungen.
Fester Tofu eignet sich besonders gut zum Braten. Seidentofu eignet sich besonders gut zum Pürieren, verfeinert Suppen, Soßen und Dressings und er kann für Tortenfüllungen und süße Cremespeisen verwendet werden. In Japan wird Seidentofu eisgekühlt mit frisch geriebenem Ingwer und Shoyu serviert.
Tofu enthält alle acht essentiellen Aminosäuren.
Im Tofu liegt der Eiweißgehalt zwischen acht und zwölf Prozent. Tofu ist außerdem sehr kalorienarm (140 kcal/100 g), gluten- und cholesterinfrei. Er besitzt im Gegensatz zu Fleisch keine schwerverdaulichen gesättigten Fettsäuren und wirkt im Organismus nicht säurebildend, sondern eher basisch. Er ist reich an den Vitaminen des B-Komplexes und an Mineralstoffen wie Calcium. Er enthält zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, wobei die Isoflavone Genistein und Daidzein die größte Bedeutung haben.


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