Traubensaft
Weintrauben oder Weinbeeren sind die Frucht der echten Weinrebe (Vitus vinifera), die heute rund um die Welt verbreitet ist.
Es gibt eine Vielzahl von Traubensorten mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Ähnlich wie zur Weinherstellung eignen sich säurereiche Traubensorten ("echte Weintrauben") wesentlich besser zur Saftbereitung als die zum Frischverzehr bestimmten Tafeltrauben, weil diese trotz ihres vorherrschend süßen Geschmacks meist wesentlich weniger Zucker und zugleich weniger Säure aufweisen. Zudem ist der abpressbare Saftanteil mit 55 bis 65 % geringer als bei den echten Weintrauben (65 bis 75 %, der Rest ist der sog. "Trester", bestehend aus Stielen, Beerenschalen und Kernen). Zur Saftgewinnung werden die Trauben hochreif geerntet und sie müssen zügig verarbeitet werden, damit keine Vergärung einsetzt.
Konventioneller Traubensaft wird zur Verbesserung der Haltbarkeit häufig geschwefelt (Verfahren rechtlich nur für Traubensaft zulässig!).

Traubensaft zählt ernährungsphysiologisch zu den wertvollsten Fruchtsäften. Ihm wird u.a. eine blutreinigende und entwässernde Wirkung zugeschrieben, die auch kurmäßig genutzt wird. Der Vitamin-C-Gehalt ist mit 3-5 (7) mg je 100 g zwar relativ gering, jedoch steigert die günstige Kombination von Vitaminen (neben Vitamin C vor allem noch Vitamin A, B1, B2) und Mineralstoffen (Eisen, Phosphor, Kalium und Calcium) die Leistungsfähigkeit des Körpers. Der hohe natürliche Traubenzuckergehalt dient als schneller Energiespender (100 ml Traubensaft enthalten ca. 17,5 g Zucker aus etwa gleichen Anteilen Glucose und Fructose).
Die blauen Traubensorten enthalten darüberhinaus reichlich Anthocyane. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, denen ein breites Wirkungsspektrum zugeschrieben wird (s.a. Bioflavone).
